Elastische Metalldichtungen

Elastische Metalldichtungen von GFD haben sich bereits weltweit unter unterschiedlichsten extremen Einsatzbedingungen bewährt. Sie kommen dann zum Einsatz, wenn konventionelle Dichtungsprodukte den Parametern und Anforderungen in neuen oder bestehenden Anwendung nicht (mehr) gerecht werden können.


Beispielsweise dann, wenn die konventionelle Dichtung für den Temperaturbereich nicht geeignet ist oder die Flachdichtung eine Flanschklaffung nicht kompensieren kann oder die geforderte Leckagerate durch die bislang eingesetzte Dichtung nicht erzielt werden kann.

Einsatzmöglichkeiten und Vorteile:

  • Dichtung für Vakuum, Gase und Flüssigkeiten unter extremen Einsatzbedingungen.
  • Einsetzbar in Druckbereichen von UHV bis zu 5000bar bei Gebrauchstemperaturen von -269°C bis 750°C.                     
  • Beständig gegen radioaktive Strahlung, Chloride, Korrosion und andere aggressive Einflüsse. Keine Alterung.
  • Durch eine Vielzahl von Kombinationsmöglichkeiten bestmöglich auf Parameter und Anforderungen in der Anwendung einstellbar
  • Erzielung geringster Leckageraten durch zusätzliche Beschichtung
  • Aufrechterhaltung der Dichtigkeit auch bei Flanschabhebung durch elastisches Ausgleichsverhalten der Dichtung
  • Beständig gegen explosive Dekompression
  • Einfache Kräfteberechnungen, da Ring im Kraftnebenschluß arbeitet.
Noch Fragen? Kontaktieren Sie uns!

Wir sind als Problemlöser auf dem Gebiet der elastischen Metalldichtungen bekannt. Jeder Einsatzfall wird von unserer Technik auf Grundlage jahrelanger Erfahrung geprüft und bewertet, um die für Ihren Einsatzfall bestmögliche Lösung anbieten zu können.

Da bei GFD sämtlich Durchmesser auf Kundenwunsch gefertigt werden und es keine Limitierung auf Normdurchmesser gibt, hat der Kunde die Möglichkeit einen passenden Dichtungsdurchmesser auf seine Konstruktion anzupassen ohne die Maschinenkonstruktion an die Dichtung anpassen zu müssen.

Durchmesser sind beginnend mit den Mindestdurchmessern, welche von Dichtungstyp und Querschnitt abhängig sind, durch den Kunden definierbar. Bedingt durch die daraus entstehenden unendlichen Kombinationsmöglichkeiten, werden diese Dichtelemente von GFD auftragsbezogen gefertigt. Für die Auswahl des am besten geeigneten Dichtelementes für Ihre Anwendung können Sie gerne den technischen Support von GFD in Anspruch nehmen. Bitte lassen Sie uns hierzu die auftretenden Parameter, z.B. Temperatur, Druck, Medium, Oberflächengüten, usw., sowie Anforderungen in der Anwendung, z.B. erforderliche Leckagerate, Lastwechsel, zu erwartende Flanschabhebung usw., wissen.

Durch Verpressung des Dichtelementes vom ursprünglichen Querschnitt (A) auf die erforderliche Nuttiefe (C) wird die maximale Presskraft (F max) generiert. Hierbei wird der Ring nicht nur elastisch (A-B), sondern auch plastisch (B-C) verformt. Die Presskraft sorgt bei beschichteten Ringen zudem für ein Fliesen der Beschichtung. Mikroskopisch kleine Unebenheiten in der Gegendichtfläche der Nut werden durch diesen Mechanismus verschlossen und geringste Leckageraten sichergestellt. Elastische Metalldichtungen haben bei Entlastung die Fähigkeit definiert zurückzufedern (C-E). Dieses Verhalten ist auch als sog. Springback SB bekannt. Die nutzbare elastische Rückfederung (C-D) stellt sicher, dass bei Auftreten von Flanschabhebungen in Folge von Druck- und Temperaturbeaufschlagung, die Dichtigkeit gewahrt bleibt. Um die Dichtperformance aufrechtzuerhalten, ist i.d.R. nur ein Teil des gesamt SB nutzbar, sodass die Dichtkraft F min SB nicht unterschritten wird.

Typische Anwendungen / Branchen

  • Maschinen- und Anlagenbau
    Gasturbinen,  Wärmetauscher, Kunststoffspritzmaschinen, Druckbehälter, Pumpengehäuse, Verbrennungsmotoren
  • Öl- und Gasindustrie
    Armaturen, Ventile, Cryo-Anwendungen
  • Chemie- und Prozesstechnik
    Hochvakuum, Wärmetauscher, Druckbehälter, Armaturen, Ventile, Kryogen-Anwendungen
  • Dichtungstechnik
  • Laser- und Sensortechnologie
  • Luft-und Raumfahrt:
    Mechanik, Module, Treibstoffsystem, Triebwerke



Mit dieser Empfehlung möchten wir allen Bauteilverantwortlichen Hinweise zur Gestaltung der Konstruktion geben, um eine erfolgreiche Dichtungslösung umzusetzen. Eine geeignete Dimensionierung und Materialauswahl in Abhängigkeit der Parameter und Anforderungen tragen ebenso zur zuverlässigen Funktion der Dichtungslösung bei, wie das Dichtelement selbst. Entgegen aufwändiger Berechnungen, z.B. beim Einsatz von Flachdichtungen, sind bei elastischen Metalldichtungen im Wesentlichen die Verpresskräfte der Dichtung den Betriebskräften der Anwendung hinzuzurechnen. Insbesondere für Hochtemperaturanwendungen sind Kenntnisse zum Festigkeitsverlauf der Konstruktionswerkstoffe für die Steifigkeit von Flanschen, sowie Auslegung und Anzahl der Verschraubungen von großer Bedeutung. Sollte aus Berechnungen zum Verhalten der Konstruktion eine Flanschklaffung zu erwarten sein, bitten wir um Mitteilung exakter Zahlenwerte.
Gerne unterstützen wir Sie bei der Auswahl eines geeigneten GFD-Dichtelementes.

Weiterhin ist die Oberflächengüte der Gegendichtfläche von elementarer Bedeutung. Die Dichtigkeit ist das Ergebnis aus dem erfolgreichen Zusammenspiel von Dichtelement und Oberflächengüte der Gegendichtfläche.
Die Notwendigkeit einer Beschichtung, und ggf. die Festlegung der Beschichtungsstärke, ist abhängig von der gewünschten Leckagerate. Rauere Oberflächen können im Hinblick auf die Erfüllung der Leckageanforderung in Grenzen durch eine höhere Beschichtungsstärke kompensiert werden.

Für Ringe in Innen- und Außendruckanwendungen gilt:
Die durch die Bearbeitung hervorgerufenen Bearbeitungsspuren müssen konzentrisch zur Berührlinie der Dichtung verlaufen.
Radial verlaufende Riefen und Kratzer vermeiden.
Bearbeitungsspuren auf der Nut- oder Flanschoberfläche müssen frei von Schmutz, Schleifstaub oder anderen Fremdkörpern sein.

Für Ringe in Axialdruckanwendungen gilt:
Die durch die Bearbeitung hervorgerufenen Bearbeitungsspuren müssen konzentrisch zur Berührlinie der Dichtung verlaufen.
Axial verlaufende Riefen und Kratzer vermeiden.
Bearbeitungsspuren auf der Nut-Innen- und –außenseite müssen frei von Schmutz, Schleifstaub oder anderen Fremdkörpern sein.

Zulässige Exzentrizität:
- bis Bohrungs-Ø 85 mm = max. 0,015 mm
- ab Bohrungs-Ø 85 mm = max. 0,03 mm
Oberflächenhärte 60 HRC

 

  • Die Dichtungen sollten bis zum Zeitpunkt der Montage in der Original-Verpackung aufbewahrt werden, um Beschädigungen zu vermeiden.
  • Achten Sie beim Öffnen der Verpackung darauf, dass die Dichtung nicht durch scharfe Gegenstände, z.B. Messer o. Schere, beschädigt wird, da selbst kleinste Kratzer die Dichtperformance negativ beeinflussen können.
  • Prüfen Sie die Dichtung nach dem Entpacken auf evtl. Beschädigungen oder sonstige Mängel.
  • Benutzen Sie für die Montage, sofern überhaupt erforderlich, nur geeignete Werkzeuge.
  • Tragen Sie geeignete Handschuhe, falls dies die Spezifikation erfordert.
  • Behandeln Sie die Dichtung mit größter Sorgfalt.

  • Die Beschaffenheit der Gegendichtflächen spielt für die spätere Dichtwirkung eine entscheidende Rolle.
    Neben den in den Konstruktionsempfehlungen genannten Punkten ist sicherzustellen, dass Nuten und Flansche frei von Verschmutzungen, Fremdkörpern, Kratzern sowie sonstigen Beschädigungen und Deformationen sind, da jede der genannten Auffälligkeiten zu Leckage führen kann. Eine Reinigung, bspw. mittels staubfreiem Tuch und Aceton unmittelbar vor Montage, ist empfehlenswert.
  • Tragen Sie geeignete Handschuhe, falls dies die Spezifikation erfordert.
  • Führen Sie die eben genannten Prüfungen und die Reinigung mit größter Sorgfalt durch.

  • Achten Sie bei der Montage der Dichtung in die Nut darauf, dass keinerlei Kratzer oder sonstige Beschädigungen entstehen.
  • Beachten Sie bei der Benutzung von Werkzeugen, sofern überhaupt erforderlich, dass sowohl die Dichtung als auch die umgebende Konstruktion, insbesondere die Gegendichtflächen, keinerlei Beschädigungen erleiden.
  • Verwenden Sie keinerlei Hilfsstoffe wie Öl, Fett, oder sonstige Produkte.
  • Tragen Sie geeignete Handschuhe, falls dies die Spezifikation erfordert.
  • Führen Sie nach Platzierung der Dichtung die benachbarten Konstruktionsteile vorsichtig zueinander. Verspannen Sie im Falle von Mehrfachverschraubungen die Flansche nach und nach über Kreuz, um eine gleichmäßige Verpressung der Dichtung zu erzielen.
  • Bei der Montage von Dichtungen des Typs MCA ist eine ausgezeichnete Führung derabzudichtenden Bauteile zueinander sicherzustellen (Siehe Kapitel Konstruktionsempfehlungen), um Beschädigungen, z. B. durch Verkanten, zu vermeiden.
    Montagewerkzeuge sind auf Anfrage lieferbar.
  • Arbeiten Sie bei der Montage mit größter Sorgfalt.

GFD empfiehlt federelastische Metalldichtungen nach Demontage nicht wiederzuverwenden.
Hintergrund: Die Ringe werden bei der Montage nicht nur elastisch, sondern auch plastisch verformt.
Zusätzlich besteht die Gefahr von Beschädigungen und Verunreinigungen.
Im Falle wiederholter Verwendung führt dies i.d.R. zu (deutlicher) Abnahme der Dichtperformance und somit zur Verfehlung der Ursprungsspezifikation.





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